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Exposition & Fertilité

Fruchtbarkeit nach 35 Jahren: was die Wissenschaft sagt

Das Alter ist der am besten dokumentierte Fruchtbarkeitsfaktor. Nach 35 Jahren sinken die Wahrscheinlichkeiten pro Zyklus deutlicher – ohne dass dies Unfruchtbarkeit bedeutet.

Ein schrittweiser Rückgang, der sich nach 35 Jahren verstärkt

Die Wahrscheinlichkeit, in einem bestimmten Zyklus schwanger zu werden, nimmt mit dem Alter schrittweise ab, mit einem deutlicheren Gefälle ab 35 Jahren. Diese Entwicklung hängt mit der Abnahme der Eierstockreserve – der Anzahl verfügbarer Eizellen – und ihrer Qualität zusammen, was auch das Fehlgeburtsrisiko erhöht.

Beim Mann existiert ebenfalls ein Rückgang, dieser tritt jedoch später ein und verläuft schrittweiser.

Eine stark wachsende betroffene Bevölkerungsgruppe

Eine 2024 in The Lancet veröffentlichte Studie, basierend auf Daten der Global Burden of Disease, prognostiziert einen Anstieg von etwa 50 % bei der Anzahl von Frauen zwischen 35 und 49 Jahren, die zwischen 2023 und 2036 mit Empfängnisschwierigkeiten konfrontiert sind: von 53,6 Millionen auf fast 80 Millionen weltweit.

Diese Entwicklung erklärt sich vor allem durch einen demografischen Wandel – die Verschiebung des Alters, in dem Paare ein erstes Kind planen – und nicht durch eine plötzliche Verschlechterung der individuellen Fruchtbarkeit.

Die wesentliche Nuance

Ein fortgeschrittenes Alter bedeutet nicht automatisch Unfruchtbarkeit. Zahlreiche spontane Schwangerschaften treten nach 35 und auch nach 40 Jahren ein. Was sich mit dem Alter ändert, ist die durchschnittlich benötigte Zeit und die verfügbare Zeitspanne.

Deshalb ist der Konsultationsanhaltspunkt verkürzt: 6 Monate erfolgloser Versuche ab 35 Jahren statt 12 Monate. Früher zu konsultieren bedeutet nicht, unfruchtbar zu sein, ermöglicht aber, keine Zeit zu verlieren, falls eine Untersuchung nötig ist.

Worauf man weiterhin einwirken kann

Das Alter lässt sich nicht ändern, aber es addiert sich zu anderen, teilweise beeinflussbaren Faktoren: Rauchen, Gewicht, Schlaf, berufliche oder häusliche Einflussfaktoren. Auf diese Faktoren einzuwirken gleicht das Alter nicht aus, vermeidet aber vermeidbare zusätzliche Hindernisse.

Beeinflussbare Faktoren, die zum Alter hinzukommen

Ihre alltäglichen Einflussfaktoren zu erfassen dauert etwa zehn Minuten. Das Ergebnis ist keine Diagnose.

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Die Aufnahme eines Faktors bedeutet nicht, dass er Unfruchtbarkeit verursacht: Er gehört je nach Evidenzgrad zu den zu beobachtenden Aspekten.

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Inhalt zuletzt aktualisiert: 14. September 2026