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Unfruchtbarkeit: Definition, Ursachen und wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Was genau der Begriff „Unfruchtbarkeit“ umfasst, was die verfügbaren Zahlen in Frankreich zeigen, wie sich die Ursachen verteilen und ab wann es sinnvoll ist, ärztlichen Rat einzuholen.

Die medizinische Definition

Unfruchtbarkeit ist definiert als das Ausbleiben einer Schwangerschaft nach 12 Monaten regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung. Dies ist die von der Weltgesundheitsorganisation und der Haute Autorité de santé (französische Gesundheitsbehörde) verwendete Schwelle.

Die 2023 von der American Society for Reproductive Medicine veröffentlichte Definition senkt diese Schwelle für Frauen ab 35 Jahren auf 6 Monate und erweitert die Definition auf Alleinstehende und gleichgeschlechtliche Paare, die eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung in Anspruch nehmen.

Es handelt sich um einen klinischen Anhaltspunkt, kein Urteil: Wird diese Frist überschritten, ist eine Untersuchung sinnvoll – das bedeutet aber nicht, dass eine Schwangerschaft unmöglich geworden ist.

Wie viele Menschen sind in Frankreich betroffen

Die Zahlen variieren je nach Quelle und Erhebungsmethode. Santé publique France (die französische Gesundheitsbehörde) berichtet, dass etwa 1 von 8 Paaren wegen Schwierigkeiten bei der Empfängnis einen Arzt aufsucht. Eine vom Inserm (französisches Institut für Gesundheitsforschung) durchgeführte epidemiologische Studie, die von der Assurance Maladie (französische Krankenversicherung) aufgegriffen wurde, spricht eher von 1 von 4 Paaren, deren Kinderwunsch von Unfruchtbarkeit betroffen war.

Dieser Unterschied ist kein Widerspruch: Er spiegelt den Unterschied zwischen „hat eine Fachperson konsultiert“ und „hatte Schwierigkeiten“ wider. Ein Teil der Betroffenen sucht nie einen Arzt auf.

Wie sich die Ursachen verteilen

Nach den von der Assurance Maladie und dem Inserm zusammengetragenen Daten wird üblicherweise folgende Verteilung genannt:

  • etwa 25 % Ursachen weiblichen Ursprungs,
  • etwa 25 % Ursachen männlichen Ursprungs,
  • etwa 25 % gemischte Ursachen, die beide Partner betreffen,
  • etwa 25 % Fälle von Unfruchtbarkeit, die nach der Untersuchung ungeklärt bleiben.

Wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Der Anhaltspunkt liegt bei 12 Monaten erfolgloser Versuche, ab 35 Jahren bei 6 Monaten. Ein Hausarzt oder Gynäkologe ist der richtige erste Ansprechpartner: Die erste Untersuchung betrifft beide Partner.

Ein früherer Arztbesuch ist gerechtfertigt, wenn bekannte Vorgeschichten vorliegen (zum Beispiel sehr unregelmäßige Zyklen, Endometriose, Beckenoperationen, Chemotherapie oder ein nicht abgestiegener Hoden).

Einige dokumentierte alltägliche Einflussfaktoren

Sie können Ihre eigenen Einflussfaktoren in rund zehn Minuten erkunden. Das Ergebnis ist keine Diagnose.

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Die Aufnahme eines Faktors bedeutet nicht, dass er Unfruchtbarkeit verursacht: Er gehört je nach Evidenzgrad zu den zu beobachtenden Aspekten.

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Inhalt zuletzt aktualisiert: 14. September 2026