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Wie erkennt man, ob man fruchtbar ist: Zyklus, Eisprung und wichtige Anzeichen

Den eigenen Zyklus zu verstehen und das fruchtbare Fenster zu erkennen hilft, die Versuche gezielter zu planen. Das gibt jedoch keine Auskunft über die Fruchtbarkeit selbst, die nur eine ärztliche Untersuchung objektiv feststellen kann.

Wie der Zyklus funktioniert

Der Menstruationszyklus wird vom ersten Tag der Regelblutung bis zum ersten Tag der nächsten gezählt und dauert üblicherweise 21 bis 35 Tage. Er umfasst eine Follikelphase von variabler Dauer, den Eisprung und anschließend eine Lutealphase von etwa 12 bis 14 Tagen, die stabiler ist.

Die Variabilität der ersten Phase erklärt, warum der Eisprung nicht zwangsläufig „am vierzehnten Tag“ eintritt.

Das fruchtbare Fenster

Das fruchtbare Fenster umfasst etwa sechs Tage pro Zyklus: die fünf Tage vor dem Eisprung und den Tag des Eisprungs selbst. Spermien können mehrere Tage im Zervixschleim überleben, während die Eizelle nur etwa 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig ist.

In der Praxis deckt Geschlechtsverkehr alle zwei bis drei Tage über den gesamten Zyklus dieses Fenster ab, ohne es genau berechnen zu müssen.

Gängig verwendete Anzeichen für den Eisprung

Mehrere Selbstbeobachtungsmerkmale werden verwendet:

  • der Zervixschleim, der zum Eisprung hin reichlicher, klarer und dehnbarer wird,
  • ein leichter Anstieg der Basaltemperatur um etwa 0,3 bis 0,5 °C, der nach dem Eisprung eintritt,
  • manchmal ein kurzer einseitiger Beckenschmerz oder eine Brustempfindlichkeit.

Was die Selbstbeobachtung nicht aussagt

Diese Anhaltspunkte helfen, den Eisprung mit einer gewissen Fehlerspanne einzuordnen, und sind nützlich, um den Geschlechtsverkehr gezielt zu planen. Sie geben weder Auskunft über die Eierstockreserve, noch über die Durchgängigkeit der Eileiter, noch über die Spermaqualität, und haben keinen diagnostischen Wert.

Nur eine ärztliche Untersuchung stellt eine Fruchtbarkeit objektiv fest: Spermiogramm beim Mann, Hormonuntersuchungen, Beckenultraschall und Eileiterbeurteilung bei der Frau. Sie betrifft stets beide Partner.

Wann diese Untersuchung erbeten werden sollte

Die üblichen Anhaltspunkte gelten: 12 Monate erfolgloser Versuche, oder 6 Monate ab 35 Jahren, und früher bei sehr unregelmäßigen Zyklen, starken Beckenschmerzen oder bekannten medizinischen Vorgeschichten.

Während der Versuchsphase zu kennende Einflussfaktoren

Ergänzend zur Selbstbeobachtung erfasst der Fragebogen Ihre alltäglichen Einflussfaktoren. Es handelt sich nicht um eine ärztliche Untersuchung.

Fragebogen ausfüllen

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Die Aufnahme eines Faktors bedeutet nicht, dass er Unfruchtbarkeit verursacht: Er gehört je nach Evidenzgrad zu den zu beobachtenden Aspekten.

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Inhalt zuletzt aktualisiert: 14. September 2026