Ernährung und Fruchtbarkeit: was die Wissenschaft feststellt
Kein Lebensmittel macht fruchtbar. Allerdings sind mehrere Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten und Fruchtbarkeit dokumentiert, mit unterschiedlichem Evidenzgrad.
Kein Wundermittel
Kein Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder „Superfood“ hat nachweislich die Fähigkeit, die Fruchtbarkeit wiederherzustellen. Die Studien betreffen globale Ernährungsmuster über lange Zeiträume und zeigen statistische Zusammenhänge – keine garantierten individuellen Wirkungen.
Skepsis gegenüber solchen Versprechen ist hier ein nützlicher Reflex: Je spektakulärer eine Behauptung, desto weniger ist sie belegt.
Die am besten dokumentierten Zusammenhänge
Zwei Ergebnisse tauchen in der Fachliteratur regelmäßig auf:
- ein hoher Konsum von Transfettsäuren ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern mit einer geringeren Fruchtbarkeit verbunden,
- eine mediterrane Ernährungsweise – Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch, Olivenöl, wenig verarbeitetes Fleisch – wird in mehreren Studien mit besseren Ergebnissen bei medizinisch unterstützter Fortpflanzung in Verbindung gebracht,
- eine sehr stark auf hochverarbeiteten Produkten und zugesetztem Zucker basierende Ernährung wird mit stoffwechselbedingten Störungen in Verbindung gebracht, die dem Eisprung abträglich sind.
Wo sich Ernährung mit anderen Einflussfaktoren überschneidet
Die Ernährung wirkt nicht nur über ihre Nährstoffe: Sie ist auch ein Weg, über den man Substanzen ausgesetzt ist, die auf ihre Wirkung auf die Fortpflanzung hin untersucht werden. Statt die Einzelheiten hier zu wiederholen, dokumentieren die untenstehenden Merkblätter diese mit ihrem jeweiligen Evidenzgrad.
Was sich vernünftigerweise festhalten lässt
Hochverarbeitete Produkte zu reduzieren, zugesetzten Zucker zu begrenzen und die Quellen für Gemüse und hochwertige Fette zu diversifizieren, sind risikofreie Anpassungen, die der allgemeinen Gesundheit zugutekommen und mit den verfügbaren Daten zur Fruchtbarkeit übereinstimmen. Das ist weder eine Behandlung noch eine Garantie.
Von der Ernährung betroffene Merkblätter
- Kumulierte Zuckeraufnahme (alle Quellen zusammen)Evidenzgrad : Wahrscheinlich
- Lebensmittelzusatzstoffe (Cocktail-Effekt)Evidenzgrad : Nicht untersucht
- Ultraverarbeitete LebensmittelEvidenzgrad : Wahrscheinlich
- PestizidrückständeEvidenzgrad : Wahrscheinlich
- Verarbeitetes FleischEvidenzgrad : Wahrscheinlich
Der Fragebogen umfasst mehrere Ernährungsgewohnheiten neben anderen Einflussfaktoren. Das Ergebnis ist informativ, nicht medizinisch.
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Die Aufnahme eines Faktors bedeutet nicht, dass er Unfruchtbarkeit verursacht: Er gehört je nach Evidenzgrad zu den zu beobachtenden Aspekten.
Zurück zu allen RatgebernInhalt zuletzt aktualisiert: 14. September 2026