Waschmittel (Nonylphenol/NPE)
Tenside und Duftstoffe in Waschmitteln
Evidenzgrad : Wahrscheinlich HaushaltMechanismus : Belastung durch hormonelle Störungen
🟡 Mehrere Humanstudien weisen in dieselbe Richtung, mit einem plausiblen biologischen Mechanismus, aber die Beweise sind noch nicht endgültig.
- Wo man es findet
- Nonylphenolethoxylate (NPE) als Tenside in manchen Waschmitteln; Rückstände auf gewaschener Wäsche (Kleidung, Bettwäsche) bei lang anhaltendem, wiederholtem Hautkontakt Tag für Tag.
- Vermuteter Mechanismus
- NPE baut sich zu Nonylphenol ab, das als reproduktionstoxisch (Kategorie 2) eingestuft ist und im Verdacht steht, ein endokriner Disruptor zu sein. In der Europäischen Union seit 2003 bei der Herstellung verboten, bleibt es bei importierten Textilien erlaubt und bleibt über Abwasser und Nahrungskette (Fisch) in der Umwelt bestehen. Eine Greenpeace-Studie wies NPE in 52 von 78 getesteten Kleidungsstücken nach, das größtenteils nach dem ersten Waschgang verschwindet, aber auf eine vorgelagerte Belastung hinweist. Der Duftstoff im Waschmittel fügt zudem dieselben synthetischen Duftstofffamilien hinzu, die auch in Körperpflegeparfums vorkommen, durch Hautkontakt mit dem gewaschenen Stoff.
- Alternative Maßnahme
- Ökolabel-zertifizierte oder duftstofffreie Waschmittel bevorzugen; neue Kleidung vor dem ersten Tragen waschen, um Rückstände der Textilbehandlung zu verringern.
- Quelle
- ANSES (französische Behörde für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsschutzsicherheit), Stellungnahme zu Substanzen in Neubekleidung (2018); Greenpeace, Textiluntersuchung 2011-2012; europäische Einstufung von Nonylphenol (reproduktionstoxisch Kategorie 2).
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Zum FragebogenVerwandte Faktoren
Die Aufnahme eines Faktors bedeutet nicht, dass er Unfruchtbarkeit verursacht: Er gehört je nach Evidenzgrad zu den zu beobachtenden Aspekten.
Inhalt zuletzt aktualisiert: 14. September 2026